Die Geschichte des Geschirrs
Heutzutage ist Geschirr in den Haushalten nicht mehr wegzudenken, denn schon zum Kaffeetrinken benötigen die Menschen wenigstens eine Tasse. Selbst für das Zubereiten eines Brotes wird Geschirr, nämlich das Messer, gebraucht.
Entwicklung des Geschirrs
Geschirr, wie wir es heute kennen, gab es jedoch nicht zu allen Zeiten der Menschheit: Zwar sind Krüge, Trinkgefäße und Schüsseln schon in der Frühzeit genutzt worden, aber Teller, so wie es diese in der heutigen Form gibt, werden erst seit dem 16. Jahrhundert in Europa verwendet. Zunächst fand das Geschirr aber nur an adligen Höfen Verwendung. Bevor das Geschirr, wie es in der heutigen Form gefertigt wird, an den Höfen genutzt worden ist, verwendete auch der Adel Platten aus Zinn oder Brettchen aus Holz als Speiseunterlage. Selbst in den vornehmen Häusern teilten sich häufig zwei Esser das Geschirr, also Unterlage für Speise und Trinkgefäß.
Material und Verwendung des Geschirrs in der Geschichte
Bis zur Neuzeit wurden Trinkbecher aus Metall gefertigt. Aus Zinn oder Silber bestanden Essbrettchen, Trinkbecher und Gewürzbehälter gegen Ende des Mittelalters; diese gehörten dann allerdings zum Tafelgeschirr der gehobenen Klassen. Da die einfachen Völker oftmals gar keine Essbrettchen besaßen, verwendeten sie Brotscheiben als Unterlage für Speisen. Es kam häufig vor, dass sie direkt aus dem Topf oder einer Schüssel aßen, welche von mehren Personen gemeinsam genutzt wurden.
Messer wurden anfänglich aus Stein hergestellt, fanden allerdings nicht direkt als Esswerkzeug Anwendung, sondern zum Zerkleinern Auch der Löffel wurde in vielen Orten bis zum 19. Jahrhundert eher zum Zerkleinern der Nahrung als zum Essen benutzt. Wurde dieser auch als Esswerkzeug verwendet, bestand er in der Regel aus Holz. Löffel konnten allerdings schon im 18. Jahrhundert aus Blech geschnitten und kalt verformt werden. Die Gabel mit drei Zinken war schon zu römischen Zeiten bekannt. Fünfzinkige Gabeln benutzte man lediglich zum Vorlegen, denn gegessen wurde meist mit den Händen.